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Triglyceride

Herz + Gefäße 11 Min. Lesezeit 16. Feb 2026

Triglyceride
Laborwerte verstehen

Triglyceride: Was Ihr Laborwert wirklich bedeutet

Warum "normal" nicht optimal ist – und was erhöhte Werte über Ihren Stoffwechsel verraten

Der Wert steht da: Triglyceride. Vielleicht im grünen Bereich, vielleicht leicht erhöht, vielleicht mit einem Sternchen versehen. Und jetzt fragen Sie sich: Was bedeutet das eigentlich? Muss ich mir Sorgen machen? Und vor allem: Was kann ich tun?

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was Triglyceride sind, warum die offiziellen "Normwerte" aus Longevity-Perspektive nicht ausreichen – und was erhöhte Werte über Ihren gesamten Stoffwechsel verraten. Spoiler: Triglyceride sind mehr als nur eine Zahl. Sie sind ein Fenster in Ihren Metabolismus.

Auf einen Blick

Werte und Ziele

Kategorie Wert Einordnung
Normal (offiziell) < 150 mg/dl Laborreferenz
Optimal (AHA) < 100 mg/dl Aus Studiendaten
Unser Praxisziel < 80 mg/dl Für optimale metabolische Gesundheit
Sehr hoch > 500 mg/dl Ärztliche Abklärung nötig

Blutabnahme: Worauf achten?

Vorbereitung Warum wichtig
Mindestens 12 Stunden nüchtern Bei kürzerer Nüchternzeit können noch Nahrungsfette im Blut sein
Kein Alkohol 24–48h vorher Alkohol erhöht TG kurzfristig deutlich
Typischer Morgenblutabnahme-Termin Nüchtern-Werte sind vergleichbar

Häufigste Ursachen und was hilft

Ursache Lösung
Fettleber (MAFLD) Gewicht reduzieren (bereits 5–10% helfen)
Alkohol Konsum reduzieren oder pausieren
Zucker/Fruktose Softdrinks, Fruchtsäfte meiden
Bewegungsmangel Regelmäßige Aktivität, besonders nach Mahlzeiten
Insulinresistenz Kombination aus Bewegung + Ernährung

Was sind Triglyceride?

Triglyceride sind Fette in Ihrem Blut. Genauer gesagt: Sie sind die Transportform, in der Ihr Körper Fett durch die Blutbahn schickt – verpackt in kleinen Partikeln namens Lipoproteine.

Nach einer Mahlzeit steigen Ihre Triglyceride an. Das ist völlig normal. Ihr Körper verarbeitet die Nahrungsfette und verteilt sie dorthin, wo sie gebraucht werden: als Energiequelle oder zur Speicherung.

Das Problem beginnt, wenn die Werte dauerhaft erhöht sind – auch nüchtern, also nach mindestens 12 Stunden ohne Essen. Dann läuft etwas schief.

Die Normwerte – und warum sie nicht reichen

Auf Ihrem Laborbefund steht wahrscheinlich ein Referenzbereich. Die offizielle Klassifikation sieht so aus:

Kategorie Wert
Normal < 150 mg/dl
Grenzwertig erhöht 150–199 mg/dl
Hoch 200–499 mg/dl
Sehr hoch ≥ 500 mg/dl

Wenn Ihr Wert unter 150 liegt, bekommen Sie vermutlich ein grünes Häkchen. Alles in Ordnung, oder? Nicht ganz.

Was die Forschung zeigt

Eine große Analyse mit Daten aus den ARIC- und Framingham-Studien (2020, Duke University) hat über 15.000 Menschen über zehn Jahre beobachtet. Das Ergebnis war überraschend: Das kardiovaskuläre Risiko steigt bereits im "normalen" Bereich – nicht erst ab 150 mg/dl.

Der Inflektionspunkt, ab dem das Risiko merklich zunimmt, liegt bei etwa 100 mg/dl.

Was wir aus Longevity-Perspektive anstreben

Perspektive Zielwert
Offiziell "normal" < 150 mg/dl
American Heart Association "optimal" < 100 mg/dl
Unser Praxisziel < 80 mg/dl

Das bedeutet nicht, dass ein Wert von 120 mg/dl schlecht ist. Aber es bedeutet: "Normal" ist nicht das Gleiche wie "optimal". Wenn Sie Ihre Gesundheit langfristig optimieren wollen, lohnt sich ein genauerer Blick.

Was erhöhte Triglyceride wirklich bedeuten

Früher hieß es oft: Triglyceride sind "nur ein Marker" – nicht direkt gefährlich. Das stimmt so nicht mehr ganz. Die Zusammenhänge sind komplexer – und interessanter.

Die kurze Version

Erhöhte Triglyceride sind ein Warnsignal dafür, dass in Ihrem Stoffwechsel etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Meistens: Insulinresistenz.

Die längere Version (für die Neugierigen)

Wenn Ihre Leber viele Triglyceride produziert, verpackt sie diese in VLDL-Partikel (Very Low Density Lipoprotein) und schickt sie ins Blut. Was dann passiert, ist entscheidend für Ihr Gefäßrisiko:

Schritt 1: Aus VLDL werden Remnants

Im Blut werden die Triglyceride aus VLDL durch Enzyme (Lipoproteinlipase) abgespalten. Übrig bleiben "Remnants" – Überbleibsel, die immer noch Cholesterin enthalten. Diese Remnants sind keineswegs harmlos.

Schritt 2: LDL wird mit Triglyceriden beladen

Parallel passiert etwas mit den bereits vorhandenen LDL-Partikeln: Durch einen Austauschprozess (vermittelt durch das Enzym CETP) geben die triglyceridreichen Partikel ihre Triglyceride an LDL ab. Diese nun triglyceridreichen LDL werden dann von einem weiteren Enzym (Hepatische Lipase) "leergefressen" – und schrumpfen dabei zu kleinen, dichten LDL-Partikeln zusammen.

Schritt 3: Small, Dense LDL ist besonders atherogen

Diese kleinen, dichten LDL-Partikel – in der Fachliteratur "sdLDL" genannt – sind besonders problematisch:

  • Sie dringen leichter in die Gefäßwand ein
  • Sie werden schneller oxidiert
  • Sie werden schlechter aus dem Blut entfernt
  • Sie zirkulieren länger

Das Ergebnis: Mehr atherogene Partikel im Blut – und ein höheres Risiko für Gefäßablagerungen.

Remnants: Unterschätzt, aber wichtig

Die Forschung der letzten Jahre hat gezeigt: Remnants sind pro Partikel sogar atherogener als LDL. Sie brauchen nicht unbedingt Oxidation, um von Makrophagen aufgenommen zu werden. Sie führen direkt zur Schaumzellbildung – dem Beginn einer Plaque.

Das EAS Consensus Statement von 2021 im European Heart Journal hat das eindrücklich zusammengefasst: Triglyceridreiche Lipoproteine und ihre Remnants sind ein eigenständiger Risikofaktor.

Was das praktisch bedeutet

Wenn Ihre Triglyceride erhöht sind, haben Sie wahrscheinlich:

  • Mehr VLDL-Partikel
  • Mehr Remnants
  • Mehr kleine, dichte LDL
  • Einen höheren ApoB (Gesamtzahl atherogener Partikel)

Der Triglycerid-Wert ist also nicht "nur ein Marker" – er zeigt eine aktive Kaskade an.

Fettqualität: Gesättigt vs. ungesättigt

Eine Frage, die oft untergeht: Welche Fette treiben die Triglyceride hoch?

Gesättigte Fettsäuren und LDL-Rezeptoren

Gesättigte Fettsäuren (wie sie in Butter, fettem Fleisch, Kokosöl vorkommen) haben einen zusätzlichen Effekt, der oft übersehen wird: Sie regulieren die LDL-Rezeptoren in der Leber herunter.

Weniger LDL-Rezeptoren bedeutet: Weniger LDL wird aus dem Blut entfernt. Das LDL steigt.

Der Mechanismus dahinter ist elegant: Gesättigte Fettsäuren unterdrücken einen Transkriptionsfaktor namens SREBP-2, der für die Produktion von LDL-Rezeptoren zuständig ist. Weniger SREBP-2-Aktivität → weniger LDL-Rezeptoren → höheres LDL.

Welche Fettsäuren sind problematisch?

Fettsäure Vorkommen Effekt
Laurinsäure (C12) Kokosöl LDL-erhöhend
Myristinsäure (C14) Butter, Milchfett LDL-erhöhend
Palmitinsäure (C16) Palmöl, tierische Fette LDL-erhöhend
Stearinsäure (C18) Schokolade, Rindfleisch Neutral

Gute Nachricht: Eine Studie im Journal of Lipid Research zeigte, dass die Reduktion von gesättigtem Fett die LDL-Rezeptor-Dichte um 10,5% erhöhte – und das LDL um 11,8% senkte. Der Effekt ist also messbar und relevant.

Ceramide: Die Verbindung zu Insulinresistenz

Wenn wir schon bei der Biochemie sind – hier noch ein Puzzlestück, das die Zusammenhänge erklärt. Für die Nerds unter Ihnen.

Was sind Ceramide?

Ceramide sind bioaktive Lipide (Sphingolipide), die entstehen, wenn der Körper mit Fetten überladen wird. Sie sind gewissermaßen das "Warnsignal" der Zelle: Die Speicherkapazität ist erschöpft.

Wie Ceramide Insulinresistenz verursachen

Normalerweise speichert der Körper überschüssige Fettsäuren als Triglyceride – das ist die "sichere" Speicherform. Wenn diese Kapazität erschöpft ist, entstehen Ceramide. Und die blockieren die Insulin-Signalkette:

  1. 1 Ceramide aktivieren ein Enzym (Protein Phosphatase 2A)
  2. 2 Dieses inaktiviert Akt/PKB – ein Schlüsselprotein der Insulinwirkung
  3. 3 GLUT4-Transporter können nicht mehr zur Zellmembran wandern
  4. 4 Glukose kann nicht mehr in die Zelle – der Blutzucker steigt

Der Teufelskreis

Hier schließt sich der Kreis: Insulinresistenz führt dazu, dass die Leber noch mehr VLDL produziert. Mehr Triglyceride, mehr Remnants, mehr kleine dichte LDL – und mehr Fettablagerung in der Leber.

Das erklärt, warum diese Dinge so oft zusammen auftreten: hohe Triglyceride, niedriges HDL, erhöhter Blutzucker, Fettleber. Es ist keine zufällige Kombination – es ist ein System, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Tierversuche zeigen übrigens: Wenn man die Ceramid-Synthese blockiert, verbessern sich Insulinresistenz, Diabetes, Atherosklerose und Fettleber. Der Zusammenhang ist kausal.

Die metabolische Kette

In unserer Praxis sehen wir ein wiederkehrendes Muster. Wenn die Triglyceride erhöht sind, schauen wir auf die anderen Werte – und finden oft genau das:

Befund Was wir erwarten
HDL-Cholesterin Niedrig
Ferritin Erhöht (als Entzündungszeichen der Leber, nicht Eisenüberladung)
Nüchtern-Blutzucker Leicht erhöht (z.B. 110–125 mg/dl)
HOMA-Index Erhöht (Insulinresistenz)
Leber-Ultraschall Fettleber

Diese Konstellation ist kein Zufall. Sie gehört zusammen. Wir nennen das intern manchmal die "metabolische Kette" – ziehen Sie an einem Ende, bewegt sich alles.

Ein einfacher Daumenrechner

Wenn Sie Ihren Laborbefund vor sich haben, können Sie eine schnelle Näherung machen:

Triglyceride geteilt durch HDL-Cholesterin

  • Quotient < 2: Insulinsensitivität wahrscheinlich in Ordnung
  • Quotient > 2: Hinweis auf gestörte Insulinsensitivität

Beispiel: TG 150 mg/dl, HDL 60 mg/dl → Quotient 2,5 → genauer hinschauen

Einschränkung: Lipid-Ratios werden von aktuellen Guidelines nicht mehr empfohlen – sie sind populationsabhängig und bei manchen Ethnien weniger aussagekräftig. Als grobe Orientierung im Alltag funktioniert die Näherung aber erstaunlich gut.

Die gute Nachricht: All das lässt sich beeinflussen – und der Kreislauf ist durchbrechbar.

Die Verbindung zur Fettleber

MAFLD – Metabolic Dysfunction-Associated Fatty Liver Disease (auf Deutsch: Stoffwechselbedingte Fettlebererkrankung) – betrifft heute mehr als 30% der Bevölkerung. Die Verbindung zu Triglyceriden ist eng und bidirektional:

Wenn Sie insulinresistent werden, passiert Folgendes in Ihrer Leber:

  • Mehr Triglyceride werden produziert
  • Weniger Triglyceride werden abgebaut und exportiert
  • Fett akkumuliert in den Leberzellen

Hohe Triglyceride im Blut und eine Fettleber im Ultraschall sind zwei Seiten derselben Medaille. Und beide erhöhen Ihr kardiovaskuläres Risiko – nicht isoliert, sondern als Teil des metabolischen Syndroms.

Das ist auch der Grund, warum wir bei erhöhten Triglyceriden fast immer einen Leber-Ultraschall empfehlen. Die Fettleber ist oft das Missing Link.

Der Kontext: Triglyceride und ApoB

Wenn Sie sich mit Blutfetten beschäftigen, werden Sie früher oder später auf ApoB stoßen. Das ist der Marker, der aus lipidologischer Sicht beim Thema Gefäßplaques am wichtigsten ist.

Warum?

Triglyceride zeigen an, dass etwas nicht stimmt. ApoB zeigt, wie viele atherogene Partikel in Ihrem Blut zirkulieren – also wie viele Partikel, die tatsächlich Ihre Gefäßwände schädigen können.

Eine Studie mit über 10.000 Typ-2-Diabetikern hat gezeigt: Wenn man nur die Triglyceride senkt, ohne dass ApoB sinkt, gibt es keinen kardiovaskulären Benefit. Das ist wichtig zu verstehen.

Fazit: Triglyceride sind ein wichtiger Hinweis. Aber für die vollständige Risikobewertung sollten Sie auch ApoB kennen. In unserer Praxis messen wir beides.

Was Sie selbst tun können

Jetzt zur Praxis. Was können Sie tun, wenn Ihre Triglyceride erhöht sind?

1 Gewichtsreduktion (wenn relevant)

Das ist der stärkste Hebel – und oft unterschätzt. Bereits 5–10% Gewichtsverlust können Ihre Triglyceride deutlich senken – und gleichzeitig die Insulinsensitivität verbessern und eine Fettleber zurückdrängen.

Sie müssen nicht auf Ihr Idealgewicht kommen. Schon ein moderater Gewichtsverlust macht einen messbaren Unterschied.

2 Bewegung – besonders nach dem Essen

Bewegung verbessert die Insulinsensitivität direkt. Besonders effektiv: Ein Spaziergang nach dem Essen. 15–20 Minuten reichen, um die postprandialen Triglycerid-Spitzen abzufedern.

Langfristig hilft eine Kombination aus Ausdauer (Zone 2) und Krafttraining. Beides adressiert unterschiedliche Aspekte der metabolischen Gesundheit.

3 Ernährung anpassen

Reduzieren:

  • Zucker und Fruktose (Softdrinks, Fruchtsäfte, fructosereiche Obstsorten und Trockenfrüchte)
  • Alkohol
  • Raffinierte Kohlenhydrate (Weißbrot, Pasta, weißer Reis)
  • Gesättigte Fette (Butter, fettes Fleisch, Kokosöl in großen Mengen)

Erhöhen:

  • Ballaststoffe (Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn)
  • Ungesättigte Fette (Olivenöl, Nüsse, fetter Fisch)
  • Proteinreiche Mahlzeiten

Sie müssen keine radikale Diät machen. Aber die Richtung sollte stimmen: weniger Zucker, mehr Ballaststoffe, mehr echte Lebensmittel.

4 Den Zuckerstoffwechsel im Blick behalten

Wenn Ihre Triglyceride erhöht sind, lohnt sich ein Blick auf Ihren Zuckerstoffwechsel:

  • Nüchtern-Blutzucker
  • HbA1c
  • HOMA-Index (wenn verfügbar)

Oft hängt alles zusammen. Und die Interventionen, die Ihre Triglyceride senken, verbessern auch Ihren Zuckerstoffwechsel. Ein Hebel, mehrere Effekte.

Wann Sie zum Arzt sollten

Sofort abklären bei:

  • Triglyceride > 500 mg/dl: Hier besteht ein Risiko für Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis). Das muss ärztlich behandelt werden.
  • Kombination mit anderen Risikofaktoren: Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen, familiäre Vorbelastung

Empfehlung für eine umfassendere Diagnostik

Wenn Ihre Triglyceride erhöht sind, kann es sinnvoll sein, weitere Werte zu bestimmen:

Parameter Warum wichtig
ApoB Bessere Risikobewertung als Triglyceride allein
HDL-Cholesterin Oft niedrig bei erhöhten TG
Nüchtern-Blutzucker, HbA1c Zuckerstoffwechsel prüfen
HOMA-Index Insulinresistenz quantifizieren
Leberwerte (GPT, GOT) Hinweis auf Fettleber
Leber-Ultraschall Fettleber direkt sehen
Harnsäure Oft mit erhöht bei metabolischem Syndrom

Zusammenfassung

Triglyceride sind ein Fenster in Ihren Stoffwechsel.

Ein erhöhter Wert ist kein Grund zur Panik – aber auch kein Grund, ihn zu ignorieren. Er zeigt Ihnen, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen: auf Ihre Insulinsensitivität, Ihre Leber, Ihren gesamten Stoffwechsel.

1

"Normal" ist nicht optimal. In unserer Praxis streben wir unter 80 mg/dl an.

2

Triglyceride sind mehr als ein Marker. Sie zeigen eine aktive Kaskade: Mehr VLDL, mehr Remnants, mehr kleine dichte LDL.

3

Insulinresistenz ist oft der Kern. Und sie lässt sich durch Lifestyle beeinflussen.

4

Gewicht, Bewegung, Ernährung – das sind die drei Hebel, die Sie selbst in der Hand haben.

5

Bei sehr hohen Werten (>500) oder Kombination mit anderen Risikofaktoren: Ärztliche Abklärung.

Weiterführende Literatur & Wissenschaft

Für alle, die tiefer einsteigen wollen, haben wir hier die wichtigsten Studien zusammengestellt, auf die wir uns in diesem Artikel beziehen.

1 Triglyceride und kardiovaskuläres Risiko

The association between triglycerides and incident cardiovascular disease: What is "optimal"? (2020)

Aberra T, Peterson ED, Pagidipati NJ et al., Journal of Clinical Lipidology.

Zeigt anhand von ARIC- und Framingham-Daten, dass das CV-Risiko bereits unter 150 mg/dl steigt. Inflektionspunkt bei etwa 100 mg/dl.

Link zur Studie (PMC) →

Triglyceride-rich lipoproteins and their remnants: EAS Consensus Statement (2021)

Ginsberg HN, Packard CJ, Chapman MJ et al., European Heart Journal.

Das wichtigste Konsensuspapier zu TRL und Remnants – zeigt ihre eigenständige Rolle bei Atherosklerose.

Link zur Studie →

2 Small, Dense LDL

Atherosclerosis Development and Progression: The Role of Atherogenic Small, Dense LDL (2022)

Vekic J, Zeljkovic A, Cicero AFG et al., Medicina (Kaunas).

Erklärt detailliert, warum kleine, dichte LDL-Partikel besonders atherogen sind – höhere Penetration, längere Zirkulation, höhere Oxidationsneigung.

Link zur Studie (PMC) →

3 Ceramide und Insulinresistenz

The Role of Ceramides in Insulin Resistance (2019)

Sokolowska E, Blachnio-Zabielska A, Frontiers in Endocrinology.

Erklärt den molekularen Mechanismus, wie Ceramide die Insulin-Signalkette blockieren und zum Teufelskreis beitragen.

Link zur Studie (PMC) →

4 Gesättigte Fettsäuren und LDL-Rezeptoren

Reducing saturated fat intake is associated with increased levels of LDL receptors on mononuclear cells (1998)

Mustad VA, Etherton TD, Cooper AD et al., Journal of Lipid Research.

Zeigt, dass die Reduktion von gesättigtem Fett die LDL-Rezeptor-Dichte erhöht und das LDL senkt.

Link zur Studie →

5 MAFLD und metabolisches Syndrom

Metabolic-associated fatty liver disease: a selective review of pathogenesis, diagnostic approaches, and therapeutic strategies (2024)

Habibullah M, Jemmieh K, Ouda A et al., Frontiers in Medicine.

Aktuelle Übersicht zur Verbindung zwischen Fettleber, Insulinresistenz und Triglyzeriden.

Link zur Studie (PMC) →

Dr. med. Mario Domeyer & Dr. med. Paul Weißenfels

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